Das Gröninger Museum – idyllisch gelegen an der „Straße der Romanik“ – blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 bietet es Besuchern die Möglichkeit, tief in die reiche und teils europäische Vergangenheit der über 1000-jährigen Bodestadt einzutauchen.
Das Museumsgebäude selbst ist ein echtes Stück Zeitgeschichte: Es ist im einstigen Stadtgefängnis aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Wo früher Kleinkriminelle ihre Strafen absaßen, wird heute die Vergangenheit lebendig. Bereits auf dem Außengelände werden Besucher von historischen landwirtschaftlichen Geräten und einer originalgetreuen Nachbildung des berühmten „Gröninger Riesenweinfasses“ begrüßt.
Im Inneren des Gebäudes zeigt das Museum das authentische Alltagsleben vergangener Generationen:
Historische Lebenswelten: Eine komplett eingerichtete Küche aus „anno dunnemals“, eine urige Schlafstube sowie originale Utensilien zum Schlachten und Wäschewaschen geben einen Einblick in den beschwerlichen, aber kunstvollen Alltag der Vorfahren (wie etwa in einem klassischen Schusterhaus).
Das verlorene Renaissanceschloss: Die Ausstellungen beleuchten die Glanzzeit Gröningens als Residenzstadt und Sommersitz der Halberstädter Bischöfe. Berühmte Herrscher wie Zar Peter der Große oder Friedrich der Große gastierten im einstigen prachtvollen Schloss, von dessen verbliebenen Relikten das Museum erzählt.
Bedeutende Persönlichkeiten: Große Schautafeln und eigene Räume würdigen die Kinder der Stadt. Allen voran Friedrich Eduard Hoffmann, den Erfinder des Ringofens, der von Gröningen aus die weltweite Ziegelproduktion revolutionierte.
Nach einer Phase des Stillstands weht seit Mitte 2025 ein frischer Wind durch die historischen Mauern. Unter der engagierten Leitung von Roland Böhm und Nico Möhring wird das Museum Schritt für Schritt zukunftsorientiert umgestaltet:
Digitalisierung & Struktur: Die gesamten Bestände werden digital erfasst, um das Archiv für die moderne Forschung und Organisation zugänglich zu machen.
Lebendige Ausstellungen: Die Schauräume werden optisch aufgewertet, neu dekoriert und didaktisch überarbeitet, um die Stadtgeschichte in modernen, informativen Konzepten und wechselnden Sonderausstellungen zu präsentieren.
Das Gröninger Museum versteht sich als eine lebendige „Heimatstube“, die Brücken zwischen Gestern und Heute schlägt und die Identität der Region bewahrt.