Handelt es sich um die Reste der Burg Gröningen?
Die Gewölbekeller unter dem heutigen Museum sind vermutlich älter als die Stadt Gröningen selbst. Sie sind wesentlich älter als 1000 Jahre und wurden vermutlich bereits in der Karolingerzeit nach römischer Baukunst angelegt.
Wie oft die überirdische Bausubstanz erneuert wurde ist unbekannt.
Diese Auffassung resultiert aus der von Prof. Dr. Beyte überlieferten Erkenntnissen, dass Heinrich Julius im Jahre 1590 die Erlaubnis erteilte, im hiesigen Stadtbrauhause auf dem
"Spielberge" Bier zu brauen. In diesen hier ersichtlichen Gewölben stand um 1775 eine große Braupfanne die aus 1.300 kg Kupfer gefertigt wurde. Sie enthielt 24 Hektoliter und kostete 702 Taler.
Seitdem ist auch der Name "Brauhausberg" gebräuchlich.
Neu ist jetzt die Deutung des Ursprungnamens "Spielberg", auch manchmal "Spielhus" genannt. Mit Hilfe der Wissenschaft
"Onomatologie" war es möglich den Namen bis hin zu seiner ursprünglichen Bedeutung zurückzuverfolgen.
Das Wort "Spiel" ist aus dem lateinischen "specare" abgeleitet, was soviel wie anschauen und spähen bedeutet. Demnach kann man auf eine "Wartburg" schließen, die der Wallburg/Burg Gröningen als strategische Kontrollstation vorgelagert war.
Von hier aus konnte man den Feind an der nahe gelegenen Bodefurt rechtzeitig ausspähen.
Das heutige Gemeinschaftshaus war im frühen Mittelalter eine bewachte Grenzstation zwischen Schwaben- und Harzgau.